First try then buy -Tipps zum Skitest

First try then buy

First try then buy! – Ein Ratschlag, der für den Skikauf zu den wichtigsten zählt. Körpergrösse und Fahrkönnen und etwas Pi mal Daumen (letzterer vorwiegend zum Geldzählen an der Kasse) sind keine ausschlaggebende Werte für eine annehmbare Skiwahl. Ob der Ski passt hängt von vielen Faktoren ab.

Ski Testen ist Bauchsache!
Emotionale Empfindungen wie zuverlässig, angenehm oder hinterhältig erweisen sich meistens aussagekräftiger als Gedanken über Torsionssteifigkeit, Flexeigenschaften oder Steuerverhalten.

Einfahren: Bevor man den Test von mehreren Paaren Skis beginnt, sollte man sich mit dem eigenen gewohnten Ski gut einfahren.

Autokinetik: Das Gefühl, wie der Ski von selbst auf der Kante eine Kurve fährt ist essentiell. Man erhält es am besten auf sehr flachen Hängen und bei niedriger Geschwindigkeit. Dazu Ski einfach aufkanten – und warten was passiert. Ein guter Ski führt von selbst und mühelos um die Kurve.
Laufruhe: Man unterscheidet zwei Arten von Geschwindigkeits- verhalten von Skis: das neutrale (in der geraden ‚Schussfahrt‘) und das aufgekantete (im Kurvenverlauf). Beide sind wichtig, weil ein unruhiger Ski (der schwimmt oder flattert) viel mehr Kraft benötigt.

Tipp: Um zu spüren wie ruhig ein Ski liegt, sollte man entspannt fahren und die Schuhe nur locker schliessen.

Aufkanteigenschaften: Ob sich ein Ski leicht aufkanten lässt, sollte man zunächst im niedrigen Geschwindigkeitsbereich erfahren. Es gibt aber auch Ski, die erst durch höhere Geschwindigkeit und mehr Druck ihre Vorzüge beim Aufkanten entfalten. Diese Ski brauchen in der Regel einen größeren Kraftaufwand.

Tipp: Nicht gegen den Ski arbeiten – wenn man sich auf den Ski einlässt,  kann man von einem guten Ski sogar etwas lernen.

Grip: Die Unterscheidung, ob ein Ski durch seine Konstruktionsweise an sich oder durch das Kantentuning ‚griffig‘ ist, braucht viel Routine. Man spürt das am besten, wenn man während des Kurvenverlaufs Druckverteilung und Aufkantwinkel variiert. Schwünge mit rasch wechselnden unterschiedlichen Radien geben ebenfalls gutes Feedback zum Grip.

Tipp: Besonders wichtig ist vor allem die Wahl des richtigen Geländes – je leichter der Hang, desto mehr Details kann man spüren

Kalibrieren: Wie beim Weinverkosten ist auch beim Skitest das ‚Neutralisieren‘ der Eindrücke mit verschiedenen Skis wichtig. Je nachdem, wie routiniert man ist, sollte man des öfteren zwischendurch Fahrten mit dem eigenen Ski machen.

Tipp: Nicht zuviele verschiedene Skis testen – lieber zwei, drei Paar gründlich „erforschen“, als den ganzen Tag wechseln

Wichtig: Kennt man seine Sohlenlänge und den idealen Z-Wert für die Bindungseinstellung, spart man beim Skiwechsel viel Zeit. Profis haben die Daten im Kopf, das wissen die Serviceleute zu schätzen.