Erbsensuppe der Skihüttenklassiker nach einem neuen ein Rezept von kunstpiste.com

Erbsensuppe. Neu!

Erbsensuppe hat früher als Arme-Leute-Nahrung ihr Dasein gefristet und war schon etwas aus der Mode gekommen. Überlebt hat sie in Kombination mit Würsteln auf alpenländischen Skihütten. Vorwiegend aus Erbswurst zubereitet, hat sie bei Hüttenkritikern nicht den besten Ruf.

Nach unserem Rezept, können die kleinen grünen Kugerln aber nicht nur geschmacklich punkten. Sie stärken gleichermaßen das Immunsystem und die Nerven.

 

Erbsensuppe à la Kunstpiste – Das Rezept

Erbsensuppe - Zutaten für 2 Personen

  • 30 dag frische, junge Erbsen
  • 3 Jungzwiebeln
  • 1 kleine Schalotte
  • 1 mittelgroßer Erdapfel
  • 1 nussgroßes Stück Butter
  • Prise Salz
  • Prise Zucker
  • Pfeffer
  • Prise Muskatnuss
  • Zitrone mit unbehandelter Schale
  • 2 Zweige Liebstöckl
  • 3 EL gehackte Petersilie
  • 2 EL gehackte Minze
  • 2 TL Zitronensaft
  • 1 Spritzer Olivenöl
  • 700 ml (ca. 5 Tassen) Gemüsebrühe oder klare Rindsuppe

Erbsensuppe - Zubereitung

  • Schalotten und Liebstöckel fein hacken, Jungzwiebeln grob schneiden.
  • Erdäpfel schälen und ebenfalls grob schneiden.
  • Butter im Suppentopf bei niedriger Hitze zum Schmelzen bringen.
  • Schalotten mit einer Prise Zucker bei niedriger Hitze und zugedeckt glasig dünsten. Dann Erdäpfel, Jungzwiebeln dazu geben und etwas anbraten. Mit Suppe aufgießen – zischt! 2/3 vom Liebstöckel dazu geben
  • Suppe bei schwacher Hitze köcheln lassen bis die Erdäpfel einen angenehmen Biss haben
  • Kurz vor dem Servieren Zitronenschale mit einer Küchenreibe abraspeln, Minze und Petersilie hacken
  • Erbsen in die Suppe geben und ca. 3 Minuten mit kochen
  • Vor dem Servieren mit Petersilie, Minze, restlichem Liebstöckel, Zitronenschale, Zitronensaft, frisch geriebener Muskatnuss, etwas Olivenöl, Salz und Pfeffer abschmecken.

Tipp: auch zu dieser Variante der Erbsensuppe passt ein Frankfurter vorzüglich.

Erbsen – grüne Perlen aus den Schoten

«Alle Welt ist toll darauf», schrieb im Jahr 1696 eine Dame der adligen Gesellschaft am Hofe Ludwig XIV über die «petits pois». Sie waren damals der kulinarische Hype. «Die grünen Erbsen bilden fortwährend den Hauptgegenstand aller Unterhaltung. Die Ungeduld, welche zu essen, das Vergnügen und der Triumph, schon welche gegessen zu haben, und die Freude, deren bald wieder zu essen, sind die drei Punkte, um die sich seit vier Tagen alle Gespräche drehen», schwärmte die Dame.

Heute werden Gemüseerbsen in fast allen Ländern der Erde auf einer Gesamtfläche von rund 750 000 Hektaren angebaut. Spitzenreiter sind Europa, USA und Indien. Auch in Asien sind Hülsenfrüchte sehr beliebt. Haruki Murakami nennt sogar eine seiner Protagonistinnen „Aomame“ – die grüne Erbse. Nicht zu verwechseln mit der gerade bei uns in Mode kommenden grünen Sojabohne – Edamame.

Die wilden Vorfahren der Erbse – Pisum elatius und Pisum humile – stammen wahrscheinlich aus dem Vorderen Orient und breiteten sich schon in vorgeschichtlicher Zeit bis nach Europa aus. Erbsen, ebenso wie Linsen, Emmer, Einkorn und Gerste waren in der frühen Steinzeit ein wichtiges Grundnahrungsmittel. Im Mittelalter wurden Erbsen hauptsächlich zur Herstellung von Erbsenbrühe verwendet. Verwendung fand sie als Würze für Saucen, Fleisch- und Fischgerichte.

Der Vielsamigkeit von Erbsen entsprang auch ihr Einsatz als Fruchtbarkeitszauber und Mittel gegen Geister. Um die Kulturpflanze ranten sich immer mehr Aberglaube, Brauchtum und Ritual. Wer kennt nicht das Märchen von «der Prinzessin auf der Erbse»? Auch in der Biologie spielen Erbsen eine wichtige Rolle: Pater Johann Gregor Mendel (1822 bis 1884) benutzte Erbsen und Bohnen, um an ihnen die Gesetze der Vererbung zu studieren. Auf seiner «Mendelschen Vererbungslehre» beruht die moderne Wissenschaft der Genetik.


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