Die Ski

Sexy Skiin‘

Möglicherweise ist den skipatriarchalischen Hegemonisten bei der Geschlechtsdefinition ihrer Sportgeräte ein graviernder Fehler unterlaufen, der hier einer etwas aufgeklärteren Betrachtung unterzogen werden soll. – In welcher Beziehung steht man(n) denn eigentlich zu seinen Skis? Eine Genderstory, die über Lust oder Frust im Schnee Aufschluss geben könnte…

Die Ski
Unbestreitbar wird Skifahren oft und gerne als sexy Sportart bezeichnet, doch über tiefergehende erotische Wirkung zwischen Mann und Material wird selten reflektiert. Zuweilen soll es zwar vorkommen, dass einer die Kantenfeile zum Fetisch erhebt und mit seinen zu langen Latten einen tieferen Wunsch ausdrückt. Über eine weibliche Rolle des Geräts scheint bislang noch nichts bekannt. Der Ski, das Scheit… da hilft nur ein verbaler Rückgriff auf den österreichischen Skigebrauch. „Vergiss die Ski nit!“

Sexy Lady
Eine gut entwickelte Dame mag gern einen geduldigen Gespielen der sanft auf ihre Vorlieben eingeht. Das Präludium will keinesfalls vernachlässigt sein und der Akt unterliegt ganz klar ihrem Timing. So könnte man denn lustvolle Kurventechnik etwas tantrisch umschreiben. Sanfte Penetration auf die Spitze(n) treiben, warten bis SIE sich richtig windet und ihren Gegendruck erhöht. Echte Genussmenschen überlassen ihr den Vortritt zum Klimax um dann gemeinsam die Kurve am Punkt zu umjubeln.

Kategorie SM
Natürlich gibt es auch Ski für anders als sanft Geneigte. Sadisten wählen am Besten aggressive Luder die beherrscht werden wollen. Für Masos gibt’s wahre Wunderschlampen, die sich so kratzbürstig aufspielen, dass der gemeinsame Skitag bis tief in die Nacht wonnig als Ganzkörperschmerz nachhallt.

Swingerparty
Promiske Verhaltensweisen werden besonders an Skitests augenscheinlich, dort geht es zumeist Kreuz und Quer. Luder, Schlampen und auch Mauerblümchen werden dort zu Hauf präsentiert, vernascht oder gar gezüchtigt. Es scheint dem unbedarften Betrachter, dass derlei orgiastisches Gebahren, Geräte wie Sinne gleichermassen schwer überfordern könnte.

Frauen sind so
Die weibliche Ski-Seele verstehen lernen fällt besonders technik-orientierten Männern oft nicht leicht. Deshalb gibt es hier noch eine Bedienungsanleitung. Aber spüren müssts dann schon selbst meine Herren!

Damit Skis auf der Kante um die Kurve „ziehen“, muss durch Aufkanten ein Schneekeil entstehen – je grösser der Aufkantwinkel desto tiefer der Keil. Man muss solange abwarten, bis man spürt, dass der Ski am Keil genug Widerstand findet um als Fahrer aktiv den Druck zu erhöhen und so den gewünschten Kurvenradius und die geeignete Geschwindigkkeit zu erzielen. Eine etwas erotischere Formulierung könnte lauten: „Zuerst die Ski kommen lassen und dann erst Druck geben!“