Fava Lova

Freunde der griechischen, levantischen und orientalischen Küche schätzen das vielfältige Angebot an pikanten Pasten, zubereitet aus unterschiedlichen Hülsenfrüchten. Sie werden als Salat, Vorspeise oder Beilage gereicht und sind unter Namen wie Houmus, Foul oder Fava bekannt.

Fava ist besonders auf den Inseln Griechenlands beliebt, unterschiedlich aus Spalt-Erbsen, Bohnen oder Kicherebesen zubereitet. Die Griechen reichen Fava als Salat oder Mezes und trinken dementsprechend dazu gerne Weisswein oder Ouzo. Die Fava der kleinen Insel Amorgos ist anders. Sie wird aus einer ganz besonderen Sorte von Platterbsen hergestellt, ist auf der Insel so allgegenwärtig wie Pasta in Italien und wird heiß gegessen.

Fava aus Amorgos

Mein Rezept wird durch Zugabe von Schafkäse und karamellisiertem Zwiebel angereichert und wird so zur bekömmlichen Hauptspeise. Da die original Fava-Erbsen sogar auf Amorgos als Rarität gehandelt werden, kann man alternativ auch gelbe Linsen verwenden. Man bekommt sie in Reformhäusern oder beim „Türken“ „Inder“ oder „Araber“.

Zutaten

Pro Person

  • eine Tasse getrocknete Fava-Erbsen oder gelbe Linsen
  • 1 grosse Schalotte oder rote Zwiebel
  • 1 weisse Gemüsezwiebel
  • ¼ Kaffeelöffel Honig
  • 1 Zitronenspalte
  • eine handvoll Oliven
    weiters:
    frische glatte Petersilie, reichlich feines kalt gepresstes Olivenöl – vorzugsweise aus Griechenland, etwas Balsamico Essig, Muskatnuss, 1 Prise Zucker, feines Salz, grobes Salz, frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Zubereitung

Fava-Erbsen oder gelbe Linsen waschen und in einem Topf mit viel kaltem Wasser zustellen. Nicht vollständig zudecken, sonst kocht es über. So lange kochen, bis die Fava weich ist. Die Kochzeit kann Daumen mal Pi mit ca. 30 Minuten veranschlagt werden. Sie variiert jedoch stark je nach Menge und Hülsenfrucht-Sorte. Am besten immer wieder probieren. Achtung!

Hülsenfrüchte nie mit Salz oder sauren Zutaten kochen. Salz und Säure verhärten die Zellwände und verzögern oder vehindern den Garprozess.

Wenn das Wasser fast verkocht ist Öl und Salz beimengen.

Während die Fava kocht hat man genug Zeit alles andere zuzubereiten. Schalotten der Länge nach in Spalten – Achtel – schneiden. In einer Pfanne ein Nuss großes Stück Butter auf kleiner Flamme schmelzen. Etwas Olivenöl mit Honig gut vermischen. Die Schalotten mit einer Prise Zucker, zugedeckt in der Pfanne, sanft andünsten bis sie glasig sind. Mit der Honig-Öl Mischung karamellisieren, bis sie leicht braun sind. Mit ein paar Spritzern Balsamico Essig ablöschen und im Backrohr bei ca. 50° warmstellen. Praktisch!

Ein Einmachglas mit Schraubdeckel eignet sich gut zum shaken von Marinaden aller Art, auch für die Honig-Olivenöl-Mischung
Petersilie mittelfein hacken. Gemüsezwiebel grob würfelig schneiden. Schafkäse in appetitliche, dünne Schnitten aufteilen. Alle Zutaten für das Finish bereitstellen.

Nun zurück zur Fava. Schaum abschöpfen damit sie nicht bitter wird. Wenn die Hülsenfrüchte weich gekocht sind, einen großen Teil des Wassers abgießen und die Fava im Kochtopf mit feinem Salz und etwas Olivenöl gut durchmischen und auf kleiner Hitze und unter häufigem Umrühren ziehen lassen bis das Wasser fast vollkommen verdampft ist und die Früchte zerfallen. Vom Feuer nehmen und reichlich Olivenöl zugeben und zerstampfen.
Vorsicht Matsch-Gefahr!

Bei der Zubereitung von Stärke haltigen Pürrees nie den Pürrierstab verwenden, sonst bekommt man eine klebrige Masse, die man bestenfalls als Leim verwenden kann!

Bitte zum zerkleinern keinen Pürrierstab verwenden!

Die Fava portionsweise auf vorgewärmten Tellern anrichten. Mit Schafkäse, karamellisiertem Zwiebeln und Oliven be- und umlegen. Auf den Schafkäse ein paar Spritzer Olivenöl extra geben. Der frische Zwiebel und die Zitronenspalte kommen an den Tellerrand. Mit etwas frisch geriebener Muskatnuss, Pfeffer aus der Mühle und ein wenig grobem Salz nachwürzen. Das ganze Gericht mit der gehackten Petersilie reichlich bestreuen.

Prost Mahlzeit!