Fall Innerhofer – Augenauswischerei

Christof Innerhofer wurde nach seinem dritten Platz im Super-G von Kitzbühel von der FIS wie ein Schulbub vorgeführt. Er bat um Vergebung. „Es tut mir leid, was ich gesagt habe!“ Der Verband hatte zu diesem Zeitpunkt bereits ein Verfahren gegen den Südtiroler eingeleitet. Dem Super-G-Weltmeister von 2011 wurde mit Entzug der Rennlizenz gedroht.

„Inner“, wie ihn Freunde und Kollegen nennen, hatte die honorigen FIS Herren rund um Renndirektor Günter Hujara vor laufender Kamera der Lüge bezichtigt. Grund für seinen Unmut war eine Geldstrafe – 999 Franken – und mehr noch die „Strafversetzung“ auf Startplatz 46. Begründung für die Sanktionen: Innerhofer hatte im Abschlusstraining zum Abfahrtslauf die Fahrt nach einem Sturz fortgesetzt und somit die Sicherheitsbestimmungen verletzt.

Innerhofers Wut schien durchaus begründet. Er verwies mehrmals darauf, dass er von offizieller Seite angewiesen wurde zwar langsam aber weiter abzufahren. Von dieser Anweisung wollte man bei Verhängung des „Urteils“ aber nichts wissen. Nun ist ein Video auf YouTube aufgetaucht, das Innerhofers Unschuld eindeutig belegt.

Der Mann der sowohl mit Gesten als auch verbal – „Christof, Christof, fohrsch lei longsom oi……fohrsch lei longsom oi!“ – zum weiteren Abfahren anweist, ist kein geringerer als der stellvertretende FIS Renndirektor Helmuth Schmalzl!

Ob diese Video-Sequenz zu einer Rehabilitierung Innerhofers führt?