Hochalpin Skifahren - gewusst wie!

Hochalpin Skifahren

Es ist etwas ganz besonderes, das Skifahren in großer Höhe. Staubtrockener Powder oder Traum-Firn und das große Gefühl ganz oben zu sein. Doch egal ob am Gletscher oder in den Rocky Mountains: Skifahren in grossen Höhenlagen stellt den Körper vor grosse Herausforderungen. Mit Bewusstsein und dem richtigen Verhalten lässt sich die Höhe unbeschwert geniessen!

Die Höhe und die damit verbundene Luftdruckabnahme bewirken physiologische Veränderung, die auch mental wirken können und im Extremfall sogar die Psyche beeinflussen. Auch die Intensität der Sonnenstrahlen in der „dünneren“ Höhenluft sollte man unbedingt beachten!

Wichtig: Der Schwellenwert bei 2500 Hm

Die Höhenmedizin teilt Gebirge in unterschiedliche Höhenzonen ein. Für das Skifahren in Höhen bis zur alpinen Baumgrenze rund um 2.000 Meter Seehöhe gibt es aus höhen-medizinischer Sicht,  für „normal“ Gesunde, kaum Bedenken. Doch wo liegt der tatsächliche Schwellenwert. Ab wann sollte man achtgeben und worauf?

Adaption an die Höhe

Die Anpassungen des Körpers, die sich ab ca. 2.500 Hm (Schwellenhöhe) bemerkbar machen, sind recht komplex. Für einen Skitag – weniger als acht Stunden Aufenthalt am Gletscher – braucht es keine speziellen Vorbereitungs-Massnahmen. Der Körper adaptiert sich durch verschiedene Prozesse von selbst.

Vorsicht

Die Leistungsfähigkeit ist geringer als in tieferen Lagen oder bei einem akklimatisierten Menschen. Und bei drei bis fünf Prozent der Menschen treten Höhenbeschwerden auf. Die Höhenkrankheit (Acute Mountain Sickness) sorgt unter anderem für Kopfschmerz, Schwindel, Benommenheit und Übelkeit.

Adaption & Akklimation beim Hochalpinen Skifahren

© Berghold/Schaffert – Physik und Physiologie der großen und extremen Höhen

 

Akklimatisation – ein längerer Prozess

Unter Akklimatisation versteht man die vollständige Anpassung an die Höhe – der Blutkreislauf funktioniert wie zuhause, man bewegt sich wie zuhause, der Pulswert ist auf dem heimatlichen Normalwert. Akklimatisation ist ein langsamer Prozeß, da er durch Veränderung der Blutzusammensetzung gesteuert wird. Da es für die Atmung keinen derartigen „Trick“ zur Effizienzsteigerung gibt, bleibt die Atemfrequenz auch bei guter Akklimatisation höher als zuhause.

Sinnhaftigkeit von Akklimatisation hängt von Aufenthaltsdauer ab

Für einen Kurzurlaub in einem Gletscher-Skigebiet braucht man sich über Akklimatisation keine Gedanken machen. Wer aber einen längeren Trainingsaufenthalt im Ganzjahresskigebiet oder eine ausgedehnete Ski-Urlaubsreise in die Rockies (besonders nach Colorado, Wyoming & Utah) plant, sollte sich unbedingt über effiziente Akklimatisation schlau machen.

Hochalpin Skifahren – Veränderungen durch die Höhe beachten!

Physikalische Bedingungen am Berg

 

Die rasche Auffahrt mit der Seilbahn in große Höhen fordert jeden Körper zu Anpassungsmassnahmen heraus. Am Gipfel ankommen, Ski anziehen und drauflosfahren ist keine probate Strategie für einen erfüllenden Skitag. Der bewusste Umgang mit den Gegebenheiten der Höhe ist wichtig.

 

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