kunstpiste: Kurven, Schnee & Menschen
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Sat, 03 Jun 2006
Let's talk about Sex >> Die Ski
Beziehungsweise
Möglicherweise ist den skipatriarchalischen Hegemonisten bei der Geschlechtsdefinition ihrer Sportgeräte ein graviernder Fehler unterlaufen, der hier einer etwas aufgeklärteren Betrachtung unterzogen werden soll. - In welcher Beziehung steht man(n) denn eigentlich zu seinen Skis? Eine Genderstory, die über Lust oder Frust im Schnee Aufschluss geben könnte...

Die Ski
Unbestreitbar wird Skifahren oft und gerne als sexy Sportart bezeichnet, doch über tiefergehende erotische Wirkung zwischen Mann und Material wird selten reflektiert. Zuweilen soll es zwar vorkommen, dass einer die Kantenfeile zum Fetisch erhebt und mit seinen zu langen Latten einen tieferen Wunsch ausdrückt. Über eine weibliche Rolle des Geräts scheint bislang noch nichts bekannt. Der Ski, das Scheit... da hilft nur ein verbaler Trick; Plural mit Singular matchen - et voilà "Die Ski"!

Grande Dame
Eine gut entwickelte Dame mag gern einen geduldigen Gespielen der sanft auf ihre Vorlieben eingeht. Das Präludium will keinesfalls vernachlässigt sein und der Akt unterliegt ganz klar ihrem Timing. So könnte man denn lustvolle Kurventechnik etwas tantrisch umschreiben. Sanfte Penetration auf die Spitze(n) treiben, warten bis SIE sich richtig windet und ihren Gegendruck erhöht. Echte Genussmenschen überlassen ihr den Vortritt zum Klimax um dann gemeinsam die Kurve am Punkt zu umjubeln.

Kategorie SM
Natürlich gibt es auch Ski für anders als sanft Geneigte. Sadisten wählen am Besten aggressive Luder die beherrscht werden wollen. Für Masos gibt’s wahre Wunderschlampen, die sich so kratzbürstig aufspielen, dass der gemeinsame Skitag bis tief in die Nacht wonnig als Ganzkörperschmerz nachhallt.

Swingerparty
Promiske Verhaltensweisen werden besonders an Skitests augenscheinlich, dort geht es zumeist Kreuz und Quer. Luder, Schlampen und auch Mauerblümchen werden dort zu Hauf präsentiert, vernascht oder gar gezüchtigt. Es scheint dem unbedarften Betrachter, dass derlei orgiastisches Gebahren Geräte wie Sinne gleichermassen schwer überfordern könnte.

Sollte nun der Schluss gezogen werden, dass auch Luder und Schlampen Liebe brauchen könnten oder man selbst schon die ideale Partnerschaft gefunden hat? Wer weiss ...

nicola
Es carvt
Würde man Skifahren versuchsweise unter dem Aspekt östlicher Philosophie betrachten so wären Fahrerin/Fahrer Yang das männliche, aktive, zeugende, schöpferische, lichte Prinzip. Die Skis Yin das weibliche, passive, empfangende, hingebende, verhüllende. Beide sind Gegenstücke, die sich ergänzen, nicht Gegensätze, die sich bekämpfen. Wichtig ist, dabei immer in einem Zusammenhang zu bleiben. Es ist unsinnig zu sagen, Yang ist oben und Yin ist unten. Außerdem lässt sich weder Yin noch Yang in reiner Form finden, das Eine bedingt das Andere – ein Mensch ohne Ski ist eben kein Skifahrer und umgekehrt carvt es kaum ohne Mensch.
Facts
Genussvolles Skifahren hängt sehr stark mit dem Gefühl für die Skieigenschaften zusammen. Einer der wichtigsten Faktoren dafür sind Skis die einen sanften und gleichmäßigen Druckaufbau über den gesamten Kantenverlauf gewährleisten.
[+] Kantenlänge,
[+] Flex
Timing
Damit der Ski auf der Kante um die Kurve "zieht" muss, durch Aufkanten ein Schneekeil entstehen - je grösser der Aufkantwinkel desto tiefer der Keil. Man muss solange abwarten, bis man spürt, dass der Ski am Keil genug Widerstand findet um als Fahrer aktiv den Druck zu erhöhen und so den gewünschten Kurvenradius und die geeignete Geschwindigkkeit zu erzielen. Eine umgangssprachliche und etwas erotischere Formulierung könnte lauten: "Zuerst die Ski kommen lassen und dann erst Druck geben!"
[+] Aufkantwinkel
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